Vor 15:00 Uhr bestellt, morgen bei dir Kostenloser Versand ab 50 € Sichere, ruhige Materialien

Sensomotorisches Spielzeug: Sinne und Bewegung gemeinsam entwickeln

Sensomotorische Spielzeuge sind Spielzeuge, die es deinem Kind ermöglichen, seine Sinne und seinen Körper gleichzeitig zu nutzen: Fühlen und Greifen

Sensomotorische Spielzeuge sind Spielzeuge, die es deinem Kind ermöglichen, seine Sinne und seinen Körper gleichzeitig zu nutzen: Fühlen und Greifen, Schauen und Greifen, Hören und Bewegen. Denk an wegrollende Bälle, stapelbare Becher, Schiebe- und Nachziehspielzeuge und Spielzeuge zum Balancieren. Du unterstützen die sensomotorische Entwicklung, die Grundlage für Fähigkeiten wie Gehen, Essen und später Schreiben.

Was ist sensomotorische Entwicklung?

Unter sensomotorischer Entwicklung versteht man das Zusammenwirken der Sinne (Sinnessinn) und der Bewegung (Motorik). Dein Kind nimmt etwas wahr, zum Beispiel einen wegrollenden Ball, und reagiert darauf mit einer Bewegung: Greifen, Krabbeln, Greifen. Indem dein Kind diese Kombination immer wieder übt, lernt es, seinen Körper zu nutzen, um die Welt zu verstehen und darauf zu reagieren.

Der Unterschied zum rein sensorischen Spiel liegt in der Bewegung. Mit Sensorische SpielzeugeIm Mittelpunkt steht die Wahrnehmung: Fühlen, Hören, Schauen. Bei sensomotorischen Spielzeugen geht es darum, was dein Kind mit dieser Wahrnehmung macht. Dabei spielen neben den fünf bekannten Sinnen auch der Gleichgewichtssinn und die Körperwahrnehmung eine große Rolle: zu wissen, wo sich Arme und Beine befinden und wie viel Kraft man aufwendet.

Welche Meilensteine ​​gehören zur sensomotorischen Entwicklung?

Um zu verstehen, was sensomotorisches Spielzeug leisten kann, ist es hilfreich zu wissen, welche Schritte Kinder im Allgemeinen unternehmen. Die Altersspanne ist groß: Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo.

Alter (ungefähr) Meilensteine
0–6 Monate Anheben des Kopfes während der Bauchlage, bewusstes Greifen, Überrollen
6–12 Monate Sitzen, von Hand zu Hand gehen, krabbeln, hochziehen, Zangengriff
12–18 Monate Erste Schritte, Bauklötze stapeln, Dinge in die Wanne hinein- und herausnehmen
18 Monate–3 Jahre Laufen, Klettern, Ball treten, Drehen und Schrauben, erste Balancierversuche
3–5 Jahre Hüpfen, auf einem Bein stehen, schneiden, einfädeln, Fahrrad mit Stützrädern oder Laufrad fahren

Ob dein Kind früh oder später geht, die Schritte davor sind genauso wichtig. Lies auch Warum dein Baby nicht früh laufen muss.

Welche Arten von sensomotorischen Spielzeugen gibt es?

Es gibt verschiedene Typen mit jeweils eigenem Schwerpunkt.

Taktiles Spielzeug

Spielzeuge mit unterschiedlichen Texturen, Formen und Materialien, wie zum Beispiel Sinnesbälle, Greiflinge und Bauklötze aus Holz oder Silikon. Dein Kind lernt, Gegenstände zu verstehen, indem es sie berührt, hält und bewegt. Dabei werden vor allem die Feinmotorik und die Hand-Auge-Koordination trainiert.

Bewegungsspielzeug

Spielzeuge, die zum Rollen, Krabbeln, Gehen, Schieben, Ziehen und Balancieren einladen. Denk an Bälle, einen Lauflernwagen, Nachziehtiere, ein Balanceboard oder einen Tunnel. Diese verbessern die Grobmotorik, das Gleichgewicht und die Koordination.

Sinnesspielzeug

Spielzeuge mit Ton, Farbe oder sanfter Beleuchtung, die Aufmerksamkeit erregen und dein Kind dazu einladen, sich zu bewegen. Eine Rassel, die dein Kind selbst schütteln muss oder ein Ball mit Glöckchen, der wegrollt, vereint Wahrnehmen und Bewegen.

Kreatives Spielzeug

Bastel- und Baumaterialien wie Bausteine, Ton, Perlen zum Auffädeln und Filzstifte. Damit nutzt dein Kind seine Fantasie und übt gleichzeitig präzise Handbewegungen.

Welche Vorteile haben sensomotorische Spielzeuge?

  • Bessere motorische Fähigkeiten. Grobmotorische Fähigkeiten (Gehen, Klettern, Balancieren) und feinmotorische Fähigkeiten (Greifen, Einfädeln, Schrauben) bilden die Grundlage für die Selbständigkeit, wie zum Beispiel das selbstständige Füttern und Anziehen und später das Schreiben.
  • Stärkere Sinneswahrnehmung. Dein Kind lernt, sensorische Eingaben zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.
  • Körperbewusstsein und Gleichgewicht. Durch Klettern, Rollen und Balancieren lernt dein Kind seinen Körper kennen und lernt, seine Kräfte einzuschätzen.
  • Denken und Problemlösen. Wie bekomme ich den Ball zurück? Warum fällt mein Turm um? Das sensomotorische Spiel ist voller kleiner Rätsel.
  • Soziale und emotionale Entwicklung. Sich gegenseitig einen Ball zuwerfen, sich abwechseln und gemeinsam einen Turm bauen. Übe den Austausch, die Kommunikation und die Zusammenarbeit. Ein erfolgreicher Versuch stärkt auch das Selbstvertrauen.

Welches sensomotorische Spielzeug passt zu welchem ​​Alter?

Alter Beispiele
0–6 Monate Baby-Gym, leichte Rassel, Greiflinge, Spielmatte für den Bauch
6–12 Monate Sinnesbälle, Stapelbecher, Spielzeug zum Krabbeln, Badespielzeug zum Ausgießen
1–2 Jahre Lauflernwagen, Schiebe- und Nachziehspielzeug, Stapelbausteine, Formensortierer
2–3 Jahre Bälle zum Werfen und Treten, einfache Klettergerüste, Knopfpuzzles, Fädelspielzeug
3–5 Jahre Balance Board, Laufrad, Baumaterialien, Bastelmaterialien mit sicheren Kinderscheren

Wie wählt man das richtige sensomotorische Spielzeug aus?

Wähle passend zu ihrem Alter

Ein Spielzeug sollte herausfordern, aber nicht frustrieren. Schau sich an, was dein Kind bereits kann, und entscheidst du sich für etwas, das noch einen Schritt weiter geht.

Achte auf Sicherheit und Haltbarkeit

Wähle Spielzeug ohne scharfe Kanten und ohne verschluckbare Kleinteile. Überprüfe das Altersetikett und die CE-Kennzeichnung: In Europa verkaufte Spielzeuge müssen den europäischen Sicherheitsanforderungen (den EN 71-Normen) entsprechen. Robustes Spielzeug hält länger und kann oft mit deinem Kind mitwachsen. Bei Kletter- und Balancierspielzeugen sind Aufsicht und ein weicher Untergrund wichtig.

Sorge für Abwechslung

Biete verschiedene Arten von Spielzeug an, damit dein Kind sowohl die Fein- als auch die Grobmotorik schulen kann. Rotieren, um Langeweile vorzubeugen: Oft hilft es gut, etwas wegzuräumen und später wieder hervorzuholen.

Praktische Tipps für zu Hause

Zusammen spielen

Mach aktiv mit deinem Kind mit. Stelle Fragen, benennst du, was du sehen, und ermutigst du sie: „Können du den Ball erreichen?“ Dies erhöht ihr Engagement und ermöglicht es dir, den Spaß zu teilen.

Nutze tägliche Routinen

Sensomotorisches Spielen muss keine zusätzliche Zeit in Anspruch nehmen. Lass dein Kind Wasser in die Badewanne gießen, übst du beim Essen mit einem Löffel oder findst du beim Anziehen selbst einen Ärmel. Auch das Spielen draußen im Sand, auf der Wiese und auf dem Gehweg bietet viele Erlebnisse.

Finde die Balance zwischen angeleitetem und freiem Spiel

Biete manchmal eine gezielte Aktivität an, wie zum Beispiel das gemeinsame Bauen eines Turms, und lassst du dein Kind auch frei spielen. Im freien Spiel entdeckt dein Kind in seinem eigenen Tempo, was es alles kann.

Seie geduldig

Jedes Kind entwickelt sich anders. Fördern du die Anstrengung, nicht nur das Ergebnis. Mach sich Sorgen um die motorische Entwicklung deines Kindes, weil es zum Beispiel häufig stürzt oder Schwierigkeiten beim Greifen hat? Bespreche es dann mit deinem Arzt, Hausarzt oder einem Kinderphysiotherapeuten.

Spielzeuge aus diesem Artikel

Häufig gestellte Fragen

Was sind sensomotorische Spielzeuge?

Sensomotorische Spielzeuge sind Spielzeuge, bei denen ein Kind gleichzeitig seine Sinne und Bewegungen nutzt. Beispiele sind Bälle, Stapelbecher, Schiebe- und Nachziehspielzeuge und ein Balanceboard. Du unterstützen die Zusammenarbeit zwischen Wahrnehmen und Bewegen.

Was ist der Unterschied zwischen sensorischem und sensomotorischem Spielzeug?

Bei sensorischem Spielzeug geht es vor allem um die Wahrnehmung, also das Fühlen, Hören und Schauen. Sensomotorisches Spielzeug sorgt für Bewegung: dein Kind reagiert auf seine Wahrnehmung mit Greifen, Krabbeln oder Balancieren. In der Praxis überschneiden sich die beiden häufig.

Ab welchem ​​Alter sind sensomotorische Spielzeuge geeignet?

Von Geburt an. Eine Spielwiese oder Rassel lädt bereits zum Schauen und Greifen ein. Je älter dein Kind wird, desto besser eignen sich Lauflernwagen, Bälle, Kletterspielzeug und ein Balanceboard.

Helfen sensomotorische Spielzeuge bei einer motorischen Verzögerung?

Spielzeug kann ein Kind zum Üben einladen, ist aber keine Behandlung. Wenn du sich Sorgen um die motorischen Fähigkeiten deines Kindes machen, sprechst du mit deinem Arzt, Hausarzt oder einem Kinderphysiotherapeuten. Du kannst auch beraten, welches Spiel sich zu Hause lohnt.

Wie fördert man sensomotorisches Spielen ohne viel Spielzeug?

Nutze alltägliche Momente: sich in die Badewanne einschenken, sich mit dem Löffel ernähren, im Freien klettern und laufen, barfuß auf Gras laufen. Oft reichen schon ein paar Bälle, Blöcke und Wannen.